Der Sonntag fing fuer mich und Ralf sehr gut an:
Wir mussten nicht - wie befuerchtet - um 5h aufstehen, um mit einem der Schulbusse zur Hauptstadt Tegucigalpa zu tuckeln, sondern konnten mit unserem Freund Alfredo und Oliver im Auto fahren. Die beiden haben sich naemlich dort mit Arbeitskollegen zu einem chinesischen Fruehstueck verabredet. Nach einem leckeren chinesischen Fruehstueck fuhren wir dann los.
Am Abend kamen wir an der Grenze Honduras an, in
Copán Ruinas. Der Ort liegt nicht nur auf unserer Strecke, sondern ist mit seinen Mayaruinen und seinen Thermalbaedern sehr interessant. Mit einem "Motorradtaxi" ging es zum Hotel. Diese Taxis liessen mich stark an die Pizzalieferantenautos denken, die man manchmal in Oberaudorf sieht...diese Dreiraeder. In den Strassen von Copán Ruinas sind viele einzelne Steine eingelassen (wie ein grobes Steinpflaster) und mit der Zeit wuchs meine Angst, dass wir mitsamt dem Taxi umfallen.
Zum Glueck aber passierte nichts und wir machten noch am gleichen Abend einen Spaziergang ins Zentrum der kleinen Stadt Copán.
Am Montag besuchten wir dann die Mayaruinen und waren sehr beeindruckt: Zum einen war das Gelaende riesig....ich glaube noch groesser als Palenque. Und wir konnten auf viele Ruinen hochklettern. Waehrend Die Mayastaette von Palenque fuer seine Wandgemaelde beruehmt ist, ist Copan Ruinas fuer die vielen gut erhaltenen Skulpturen bekannt. Wir machten auch einen "Waldspaziergang" auf den Spuren der Mayas und konnten sehen, dass im Wald noch viele weitere "Steinhaufen" aufwarteten. Alles Reste der Mayas, die noch immer nicht ausgegraben wurden.
Heute am Dienstag sind wir zu den Thermalbaedern gefahren. Obwohl wir grade in der Trockenzeit sind, gab es in der Nacht einen langandauernden Wolkenbruch, und auch den ganzen Tag ueber sollte es regnen. Daher waren wir mehr als froh, dass wir die Ruinen schon gesehen haben.
Mit einem Kleinbus gings dann uber eine Std lang auf einer schlammigen loechrigen Strasse zu den "Aguas calientes". Wir waren von der Gestaltung der Thermalbaeder hin und hergerissen: Mitten im Dschungel waren Steinbaeder eingelassen und viele Details machten die Anlage zu einem tollen Erlebnis. (Der Eingang war der Eingan in die "Unterwelt" - ein mit Totenschaedel beschmueckter Tunnel)
Leider waren nicht alle Baeder mit Thermalwasser befuellt...aber fuer die knappen 3 Std, in denen wir dort waren, wars super. Auch wenn uns stets ein kleiner Hauch von faulen Eiern umgab ;)
Morgen heisst es dann schon wieder Abschied nehmen von Honduras, denn morgen frueh gehts ab nach
Antiguas,
Guatemala.
beim Waldspaziergang:
Am Fusse des "Lebensbaumes" mit seinen grossen Wurzeln
bei einer der vielen Skulpturen
die Hieroglyphen-Treppe
Ein Altar (Im Museum)

im heissen Wasser